Unternehmensgeschichte

Die Firma Martin Limbrecht ist seit ihrer Gründung am 1. Mai 1928 ein Familienunternehmen, das jetzt bereits in der dritten Generation geführt wird.

Martin Limbrecht, der Gründer der Firma, erlebte Zeiten großer Arbeitslosigkeit. Um dieser zu entfliehen, beschloss er mit seinem nur geringen Startkapital, eine Baufirma zu gründen und sich selbständig zu machen. Sein Vater hatte von 1874 bis 1918 in einem Maurerbetrieb gearbeitet, so dass ihm das Gewerbe nicht fremd war. Nach einigen privaten Bauten erhielt die Firma erste Aufträge vom Wiesenbauamt Südtondern. An Autos bzw. LKWs war schon allein aus finanzieller Hinsicht nicht zu denken. Die Bauarbeiter erreichten die Baustellen (u. a. in Tondern) mit dem Fahrrad. Sämtliche Baumaterialien wurden mit Holzschubkarren bewegt. Zu dieser Zeit führte die Firma Arbeiten im Hoch- und Tiefbau aus. Die Firma wuchs und konnte zu Beginn des 2. Weltkrieges 30 Mitarbeiter vorweisen.

Der Krieg legte das Baugeschäft vorübergehend lahm. Nach dem Krieg begann das Unternehmen wieder den Betrieb aufzunehmen. Die Söhne von Martin Limbrecht stiegen in das Geschäft mit ein. Der erstgeborene Sohn, ebenfalls Martin Limbrecht (Ingenieur), und der zweite Sohn, Karsten-Adolf Limbrecht (Maurermeister), leiteten nun als gleichberechtigte Chefs die Firma Martin Limbrecht. Im Zuge von wasserwirtschaftlichen Großmaßnahmen und durch das Programm Nord wuchs die Bedeutung des Unternehmens. Der Vetter Hans-Martin Limbrecht wurde ebenfalls Teil der Firma und übernahm die Buchhaltung.

Durch die Zerstörungen des 2. Weltkrieges gab es viel zu tun. Allein in den drei Jahrzehnten nach dem Krieg baute die Firma ein gutes Dutzend Schöpfwerke. Durch Notstandsarbeiten und Flüchtlinge hatte die Firma kurzfristig über 100 Mitarbeiter, die in der Umgebung und auf den Inseln beschäftigt waren. Schon damals teilten sich die beiden Brüder, die 2. Generation der Firma Martin Limbrecht, den Zuständigkeitsbereich auf. Martin Limbrecht jun. war für das Festland zuständig und Karsten-Adolf Limbrecht für die Insel Föhr.

Mit der Zeit entwickelte sich die Firma und spezialisierte sich auf den Tief- und Ingenieurbau, wobei der Schwerpunkt besonders auf den Bau von Brücken, Häfen, Schöpfwerken und Kläranlagen gelegt wurde.

1978 feierte man das 50-jährige Bestehen der Firma. Die Firma hatte zu diesem Zeitpunkt stolze 70 Mitarbeiter und man konnte auf eine Reihe größerer Projekte zurückblicken: Die Firma baute viele Schöpfwerke, darunter das seiner Zeit modernste und größte Schöpfwerk in Südwesthörn, die "Drei-Feld-Brücke" über die Bahnlinie in Niebüll wurde geschaffen und in Wyk baute man Fähranleger und Kläranlagen.

Martin Limbrecht jun. engagierte sich ehrenamtlich im berufsständischen Bereich und war Vorstandsmitglied des Bauindustrieverbandes Schleswig-Holstein. Für seine Arbeit sollte er 1984 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden. Im gleichen Jahr wurde auch der gleichnamige Sohn von Martin Limbrecht nach abgeschlossenem Diplom als Ingenieur Mitarbeiter der der Firma. Nach dem Tod seines Vaters 1994 übernahm er in dritter Generation die Leitung der Firma. In dieser Funktion ist Martin Limbrecht (der Dritte) heute noch tätig. Seitdem baute die Firma vor allem Kläranlagen (Wyk, Utersum, Morsum, List, Kampen, Dagebüll), machte Hafenausbauten (Wyk, Dagebüll, Schlüttsiel, List, Maasholm, Flensburg), errichtete ein Schwimmbad in Amrum und fertigte diverse Brücken.

Am 29.05.2015 wurde der neue Betriebshof mit Büro in der Ostermooringer Straße 2 in Niebüll eingeweiht (Bilder).
Der alte Standort in Deezbüll-Burg wurde zurückgebaut (Bilder).

Am 01.06.2015 wurde Jörn Reichelt alleiniger Geschäftsführer und Inhaber der Firma Martin Limbrecht. Jörn Reichelt ist Bauingenieur mit Berufserfahrung im Tief-, Straßen-, Deich- und Wasserbau.